BNN-Monitoring für Obst und Gemüse

Seit 2003 werden Bio-Obst und Bio-Gemüse aus dem Naturkosthandel systematisch auf Verunreinigungen mit Pestiziden untersucht. 26 Importeure und Großhandelsunternehmen der Naturkostbranche beteiligen sich am BNN-Monitoring und haben sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise im Fall von Pestizidnachweisen geeinigt. Weltweit einmalig ist, dass die Unternehmen ihre Analysenergebnisse unter Nennung ihrer Lieferanten austauschen. GemueseDabei bringt das BNN-Monitoring entscheidende Verbesserungen für das Qualitätsmanagement im Naturkostmarkt:

  • Daten zur Pestizidbelastung von ökologisch produziertem Obst und Gemüse werden gewonnen und systematisch aufbereitet.
  • Kontaminationen oder Vermischungen mit konventionellem Erntegut können aufgedeckt und die Mängel beseitigt werden.
  • Betrugsfälle lassen sich effizient aufklären und durch Informationsaustausch die Ware vom Markt fernhalten.


So führt das BNN-Monitoring zu einem effizienten Schutz vor Verbrauchertäuschungen.

 
Jeder Pestizidnachweis hat eine Ursachenforschung zur Folge. So können Anbaufehler oder Lücken in Qualitätssicherung und Prozesskontrolle entdeckt und abgestellt werden. Auf diese Weise führt das Projekt zu deutlichen  Verbesserungen in der Qualitätssicherung auf allen Ebenen.

Das BNN-Monitoring für Obst und Gemüse steht allen interessierten Lieferanten von Obst und Gemüse im Naturkosthandel offen.

Im Rahmen des BNN-Monitorings für Obst und Gemüse im Naturkosthandel sind seit Juni 2003 über 6000 Proben von biologisch erzeugtem Obst und Gemüse auf Pestizide untersucht worden. Bei 95 Prozent der Muster gab es keinerlei Grund zur Beanstandung - bei der überwiegenden Mehrzahl dieser Proben fanden die Labore nicht einmal Spuren von Pestiziden. Die gesetzliche Höchstmenge überschritten lediglich 1,0 Prozent aller Proben, die im Rahmen des BNN-Monitorings untersucht worden sind.