Verpackung von Lebensmitteln
Semicarbazid, Weichmacher, der Farbbestandteil ITX - viele Schadstoffe, die in den letzten Jahren in Lebensmitteln nachgewiesen worden sind, stammen aus der Verpackung. Dabei gibt es klare Sicherheitsvorkehrungen: Jeder Stoff, der für Lebensmittelverpackungen entwickelt wird, muss ein Prüfverfahren durchlaufen und seine Unschädlichkeit in Tests beweisen. Aber die Mängel einer Verpackung werden oft erst im alltäglichen Einsatz erkannt, wenn mit Hilfe verbesserter analytischer Methoden eine problematische Substanz in Lebensmitteln nachgewiesen wird (weitere Informationen dazu beim Bundesinstitut für Risikobewertung). Verbraucher stellen besonders hohe Ansprüche an die chemische und sensorische Qualität eines Bio-Lebensmittels und reagieren empfindlich, wenn Schadstoffe aus Verpackungen in Bio-Produkten nachgewiesen werden.
Sauber verpackt?
Bei der Wahl der richtigen Verpackung für ein Bio-Lebensmittel spielen viele Aspekte eine wichtige Rolle: die Berücksichtigung der sensorischen Qualität ebenso wie die rechtliche Situation und die fortschreitende Optimierung der Analytik. Vor dem Hintergrund dieser komplexen Problematik wird deutlich, weshalb Verantwortung und Garantien für die Unbedenklichkeit von Verpackungen von allen Marktteilnehmern, insbesondere von den Packstoffherstellern, nur sehr zurückhaltend übernommen werden. Zu den Aufgaben der Qualitätssicherung gehört es daher, sich grundsätzlich nicht allein auf die Angaben der Verpackungshersteller zu verlassen, sondern die Verpackungen regelmäßig in Fachlaboren auf die versprochenen Eigenschaften hin prüfen zu lassen. Die Zusammenarbeit von Verpackungsherstellern und Inverkehrbringern von Bio-Lebensmitteln ist für die Optimierung der Verpackungen eine wichtige Voraussetzung.


